… die es nicht geschafft hat.
Vor inzwischen einer Stunde gab es im cnn.fernsehen eine “Breaking News”. Ein Computerwurm bedroht die Welt! “Unsere Systeme und viele andere sind ausgefallen. Betroffen sind Windows-Systeme.” Mindestens zehn ununterbrochene Minuten wurde zwischen internen und externen “Experten” hin und hergeschaltet und so langsam stellt sich heraus, dass sich der Virus (Wurm und Virus entspricht der Reihenfolge von cnn) auf ungepatchte Windows 2000 Versionen spezialisiert hat. Genau die Version die (maximal) 20 % aller Computernutzer verwenden. Mit aktuellen Systemen und Virensignaturen der Antivirenprogramm-Hersteller (Namen hier bei mir ausgeblendet) ausgestattet passiert nichts.

Ein Wurm namens “worm–rbot.ebq”, laut cnn.com, sei es wohl, “worm_rbot.cbq” hat der im Fernsehen zugeschaltete Experte gesagt. Wäre auch wahrscheinlicher, der letzte Bekannte dieser Wurm-Abart war von gestern und hatte die Bezeichnung “worm_rbot.cbj”, (der von vorgestern hieß “worm_rbot.cbd”).
Daten von Trend Micro.
Nach einer Stunde surfen habe ich keine weiteren Meldungen in anderen Medien als den wegen Unvorsicht betroffenen gefunden.
Der Wurm hatte also wegen Blödheit Überarbeitung cnn und einige weitere Medienunternehmen getroffen. Das kann er sich auf die Fahne schreiben. aber sonst nichts.
Profunde Häme kommt sicher im Laufe des Tages von berufeneren (sic).
update: nach drei Stunden nix neues. Ich geh jetzt ganz normal ins Bett.
update 2: nach neun Stunden jetzt auch auf heise.de aber auch nur als kleine Meldung mit nicht viel mehr als hier.
aber: (disclosure:) ich hab’ eh nen Mac …
(den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen …)
17.08. 2005
Von: bby, in: tt , bby , texte1 Kommentar; Permalink
Von wegen Frau Merkel hat keine Zeit für ein zweites Duell im Fernsehen. Zur Zeit läuft jede Nacht auf Super RTL das “Kanzler Duell”

Hier stehen sich Herr Schröder und Frau Merkel in einer komplett computergenerierten Diskussion gegenüber und lesen die von Zuschauern eingesandten SMSe vor. Je nach Kürzel welches man dem Text voranstellt, spricht eine weibliche oder männliche Stimme, beide haben aber keinerlei Ähnlichkeit mit den echten Kandidaten. Dazu bewegen sich die Münder der Figuren unrhythmisch und Gesten der Figuren sowie Gelächter aus dem Off werden ohne Zusammenhang eingestreut. Die Sprachsynthesizer haben die von PC-Programmen bekannten Probleme mit englischen Worten, Slang-Ausdrücken, großgeschriebenen Texten und Abkürzungen. Die virtuelle Kammeraführung hinkt zuweilen dem aktuellen Sprecher hinterher. Aber dafür, dass die komplette Sendung live generiert wird, ist das Ergebnis schon erstaunlich und zuweilen macht es richtig Spass zuzusehen. Besser als die meisten Dauerwerbesendungen um diese Uhrzeit (ca. 3 - 4 Uhr) ist es alle mal.

Der Spassfaktor hängt natürlich auch von den Mitteilungen der Einsender ab. Wenn Angie den Gerd einfach nur lieb hat und dann auch noch zufällig Gelächter eingeblendet wird, oder Herr Schröder Heiratsanträge an irgendeine Cindy vorliest kommt Freude auf. Fans rivalisierender Fussballvereine werden regelmäßig gedisst und Grüße an alle aus dem Raum “XY” die noch wach sind sind auch nicht selten. So dürften pro Sendung sicher ein paar hundert Euro Einnahmen zusammenkommen.
Vor ein paar Tagen lief das Format noch mit einfachen männlichen und weiblichen Computerfiguren, die Version als Kanzler Duell ist mir gestern nacht zum ersten Mal aufgefallen. Die zugehörige Website www.fun-night.de ist seit Tagen leider nicht erreichbar. Hintergrundinformationen (z.B. über die verwendete Soft- und Hardware) sind nicht verfügbar, auch eine Websuche (nach fun-night und kanzler duell) brachte keine relevanten Ergebnisse.
Ich habe nicht versucht ob ein Wortfilter Beleidigungen und Schimpfworte kürzt, dafür waren mir die 99 Cent für eine SMS einfach zu schade.
Hier gibt es einen kurzen Ausschnitt (neues Fenster, Quicktime.mov, mp4, 7,4 MB, 1 min 40 sec.).
12.08. 2005
Von: bby, in: tt , bby , textekeine Kommentare; Permalink
… er/sie/es flickrt. Jetzt hat mich also der letzte der großen Internethypes auch noch erwischt. Ich flickre.
Vor ein paar Monaten dachte ich noch Flickr, na ja, noch eine Foto-Hochlade-Seite. Noch nicht mal deutsch, wird also eh nur von Amis genutzt. Aber Flickr ist anders. Hiesige Fotoseiten wollen primär Papierabzüge verkaufen und bieten meist nur einfache Sortier-, Gruppen- oder Kommentarfunktionen. So werden diese auch nur zum Bestellen von Abzügen digitaler Fotos verwendet.
Flickr ist in der Basisfunktion kostenlos und zeigt auch nur die weniger aufdringliche Google- und Yahoo- (zu denen Flickr seit ein paar Wochen gehört) Keyword-Werbung. Und schon in dieser Grundversion ist Flickr mächtig, was Funktionsumfang und -Vielfalt angeht. Jeder kann so jeden Monat Bilder mit 20 MB Gesamtumfang auf seinen Account hochladen, diese mit einer Beschreibung und Schlüsselworten (sogenannten Tags) versehen und in beliebig vielen Alben (Sets) sortieren. Weitere Mengenbegrenzungen gibt es nicht, weder die Anzahl der Bilder, noch das Downloadvolumen ist eingeschränkt!
Man kann festlegen wer die Bilder anschauen darf, also jeder, oder nur auf Einladung. Zum Beispiel die privaten Fotos nur für Freunde und seine besten Aufnahmen für alle. Man kann an öffentlichen Gruppen teilnehmen und hier seine schönsten Fotos zum Gruppen-Thema veröffentlichen. Man kann festlegen unter welchem Copyright seine Bilder stehen, also nur kucken und nicht kopieren, alle Stufen der Creative Commons oder frei von jeglichen Auflagen. Und man kann alle, also nicht nur die eigenen Fotos, sondern auch alle freigegebenen fremden Fotos direkt in eigene Webprojekte einbauen wenn man nur einen kleinen Link auf Flickr setzt. So gibt es keine Probleme mehr mit eingeschränktem Speichervolumen bei den vielen freien Bloganbietern!
Apropos Blogs, selbstverständlich kann man auch seine Handybilder per MMS direkt in sein Flickralbum schicken und diese dann automatisch an sein Blog weiterleiten (siehe auch im Kasten links). Ähnlich einfach kann man alle öffentlichen Bilder ins eigene Blog einbauen. Und überhaupt ist die Comunity faszinierend. Kaum hatte ich die ersten Bilder eingestellt, kamen auch schon Kommentare anderer Mitglieder und Einladungen Bilder in Gruppen zu stellen. Und da sich jeder Alben mit den Lieblingsfotos aus den Flickrversum anlegen kann, sind Bilder von mir schon in den ersten solchen gelandet. (worüber man selbstverständlich informiert wird)
Von allen hochgeladenen Bildern werden automatisch unterschiedliche Größen erstellt, vom Icon bis 1024 x 768 Pixel. Volle Auflösung jenseits von 1024 Pixel Breite bleibt aber dem Pro Account vorbehalten. Und da kommt auch die Einnahmequelle und Finanzierung des Services ins Spiel. Für knapp 25 Dollar im Jahr erkauft sich der Nutzer das Recht grössere Bildauflösungen zu verbreiten und herunter zu laden. Auch die monatliche Hochladegrenze wird von 20 MB auf 2 GB angehoben.
Diesen Pro-Account kann man im übrigen auch verschenken und so seinen Lieblingsfotografen sponsorn! Wenn also jemandem meine Fotos besonders gut gefallen, einfach auf untenstehenden Link klicken und einen eigenen kostenlosen Account anlegen. Wenn man dann meine Fotoseite besucht kann man rechts oben dem sponsor-pro-mode Link folgen :-)
4.08. 2005
Von: bby, in: tt , bby , bilder[4] Kommentare; Permalink


